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Einsatz von PDAs in der Medizin

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PDA in der Medizin Einsatzmöglichkeiten des PDA in der Medizin

PDA - Was ist das?

Pocket-PC/Palm? Handheld-Computer? Was ist das überhaupt. Wie kann der mir den Klinikalltag erleichtern? Hier finden Sie technische Beschreibungen und Einsatzmöglichkeiten der PDAs in der Medizin.

Ein PDA ist ein Computer im Kleinstformat, den man bequem in jeder Kitteltasche unterbringen kann (Synonyme: Palmtop, PDA = Personal Digital Assistant, Handheld). Die Hauptaufgaben bestehen in der Termin- und Adressverwaltung. Darüber hinaus können sie aber bedeutend mehr, was sie für den Klinikalltag so interessant machen.


Anwendungsmöglichkeiten

Synchronisierung von PDA und PC

Der große Vorteil von PDAs ist die Möglichkeit, die Daten mit Ihrem heimischen PC zu synchronisieren. Mittels eines speziellen Kabels oder der meist mitgelieferten Dockingstation wird der PDA mit dem PC verbunden. Auf Knopfdruck werden dann die auf Ihrem PDA oder PC neu eingegebenen Daten mit dem jeweils anderen Computer verglichen und aktualisiert. Je nach Geräteausstattung ist auch die Synchronisierung über Bluetooth, Infrarot oder WLAN möglich. Was die Adress- und Terminverwaltung betrifft, kann man bei den Palm OS basierten Geräten wählen, ob die Synchronisation mit MS Outlook oder der mitgelieferten Palm-Desktop Software stattfinden soll. Bei den Pocket-Pc basierten Modellen läuft die Synchronisation standardmäßig mit MS-Outlook


Dateneingabe auf dem PDA

Für die Dateneingabe benötigen Sie bei einem PDA keine extra Tastatur. Mit dem mitgelieferten Stift (Stylus) besteht die Möglichkeit, Text, Zahlen oder Sonderzeichen direkt auf dem Display des PDAs einzugeben. Bei den meisten Modellen wird hierfür eine spezielle Schrift verwendet, die den Großbuchstaben des deutschen Alphabetes gleicht. Alternativ kann eine kleine Displaytastatur aktiviert werden, über die die Zeichen mit dem Stift angewählt werden. Da auch die Schrifterkennungsprogramme immer ausgereifter werden, können die meisten Geräte mittlerweile auch individuelle Handschriften mehr oder weniger gut erkennen. Für die Eingabe längerer Text bietet sich letztendlich doch die Anschaffung einer externen Tastatur an.


Programme

Die verschiedenen  Geräte werden bereits vorinstalliert mit den wichtigsten Anwendungen ausgeliefert. Dabei handelt es sich bei den Palm OS Modellen um ein Packet aus Kalender mit Terminverwaltung, Adressenverwaltung, Merkzettel, Aufgaben und Notizen. Die Pocket-PC Modelle beinhalten standardmäßig Pocket-Outlook, Pocket Word, Pocket Excel, Pocket Internet Explorer, Windows Media Player. Für beide Betriebssysteme gibt es mittlerweile eine unüberschaubare Menge an kommerziellen-, wie auch an Free- und Sharewareprogrammen, viele dabei äußerst interessant für die Anwendung in der Medizin.


Erweiterungsmöglichkeiten und Zubehör

Was der Fortschritt in der Entwicklung von Mobiltelefonen gebracht hat, ist auch an den PDAs nicht spurlos vorübergegangen. So gibt es mittlerweile einige Modelle, die die Funktionen eines PDAs mit einem Mobiltelefon vereinen (Smartphone). Eingebaute Digitalkameras, MP3-Player,  kombiniert mit Bluetooth und / oder W-LAN - Funktion machen aus den PDAs ausgereifte Multimedia-Wunder. Ausgerüstet mit einem zusätzlichen GPS-Empfänger und der entsprechenden Software stellt der PDA durchaus eine kostengünstige Alternative zu jedem fest eingebautem Navigationssystem dar.


Technischer Überblick

Betriebssystem

PDAs werden von unterschiedlichen Anbietern mit unterschiedlichen Betriebssystemen angeboten. Die Geräte von Sony und PalmOne basieren auf dem Betriebssystem Palm OS. Es ist äußerst robust (Systemabstürze nahezu unbekannt), und kommt mit einem Minimum an Speicherplatz aus. Durch verschiedene mitgelieferte Dienstprogramme ist die Kompatibilität mit der Microsoft dominierten PC-Welt gewährleistet. Als Alternative gelten immer mehr die Konkurrenzprodukte mit dem Betriebssystem  Microsoft Pocket PC von Compaq/HP und Toshiba und anderen. Pocket PC ist eine abgespeckte Version von Windows. allerdings auch mit den bekannten Poblemen des Giganten belastet. Das Betriebssystem  hat seine Vorteile in der guten Multimediafähigkeit und der starken Anlehnung an die bekannten Microsoft-Produkte wie Outlook, Word und Exel. 


Display

Die PDAs werden mit unterschiedlichen LCD-Displays angeboten. Die meisten Modelle werden mittlerweile mit Farbdisplays angeboten und können zum Teil über 65.000 Farben anzeigen. Für die Eingabe und Auswahl von Daten mit dem Stift, sind die Displays berührungsempfindlich (Touchscreen).


Speicherplatz

Der Speicherplatz variiert von Modell zu Modell zwischen 2MB und 96MB. Für eine reine Adress- und Terminverwaltung sind bereits die kleinsten Modelle von Palm ausreichend. Da in den Anwendungen kaum graphische Elemente vorkommen, reichen 2MB RAM für ca. 6000 Adressen, 5000 Termine, 1500 Aufgaben, 1500 Merkzettel und 200 eMails aus. Die für den Mediziner interessanten Zusatzprogramme benötigen allerdings mehr Speicherplatz, so daß sich die Anschaffung eines besser ausgestatteten Gerätes oder einer zusätzlichen Speichererweiterung lohnt.  


Batterien

Die neueren Geräte sind alle mit Lithium-Ionen Akkus ausgestattet und werden über die mit dem PC verbundene Docking Station aufgeladen. Einige ältere Modelle wie die Palm 100 Serie wird aus  austauschbaren Alkali Batterien gespeist. Die maximale Arbeitszeit variiert von Gerät zu Gerät und läßt sich durch den Energieverbrauch beeinflussen. Z. B. Ausstellen der Hintergrundbeleuchtung etc.. Für längere Reisen sind extra Ladekabel im Handel erhältlich.

Welcher PDA letzten Endes für Sie der richtige ist, wird durch Ihre Vorlieben, den Preis und nicht zuletzt durch die für das jeweilige Betriebssystem verfügbaren Anwendungen bestimmt.  


 

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